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Unser Konzept

Warum ausgerechnet ein Waldkindergarten?

„… weil der Wald viele elementare Fördermöglichkeiten sowie eine große Methoden- und Ressourcenvielfalt bietet. Das stärkt emotionale und soziale Kompetenzen. Durch den spielzeugreduzierten Ansatz  und die Gestaltung mit Naturmaterialien entwickeln sich  Kinder im kreativen und konstruktiven Spiel.“

Pädagogische Leitgedanken

Wir möchten, dass Kinder Grenzerfahrungen über die eigenen körperlichen Leistungsfähigkeiten hinaus machen können. Bewegung im Wald lockt wichtige Gefühle hervor: Mut, Hoffnung, Zweifel, Selbstvertrauen und Resilienz.

Nicht nur der Wald, sondern auch unsere pädagogischen Rahmenbedingungen bieten Raum und Zeit für lustvolles Spielen sowie ernsthaftes Erforschen. Und das in einer Atmosphäre, in der sich Kinder wohlfühlen. Denn nur, wenn Kinder sich wohl und sicher fühlen, sind sie in der Lage, aus eigenem Antrieb und eigener Motivation heraus, intensiv zu spielen und zu lernen.

Verschiedene pädagogische Elemente

Sicherheit und Wohlfühlatmosphäre schaffen Grundlagen für konstruktive Interaktionsmöglichkeiten im sozialen Umfeld des Kindes. Den Umgang mit Zeichen, Buchstaben und Zahlen lernen die Kinder im Spiel. Somit nehmen die Kinder Neues auf und bewahren den Spaß am Lernen und Erforschen. Ein weiterer wichtiger Baustein ist daher die Psychomotorik, sie steht für Wahrnehmung, Bewegung, Lernen und gleichzeitig für Gesundheit.

Hier besteht ein Zusammenhang zwischen psychomotorischer Erfahrung und kognitiver Entwicklung. In Waldkindergärten treten Verhaltensauffälligkeiten selten auf. Die Kinder sind emotional ausgeglichen und weisen weniger Haltungsschäden auf.

Wir Pädagogen unterstützen die soziale Kompetenzentwicklung der Kinder sowie ihr problemlösendes Handeln. Unsere Beziehungs- und Vertrauensarbeit schafft eine wertschätzende und akzeptierende Atmosphäre, die die Eigenmotivation und das Eigenengagement der Kinder fördert. Mit unserer Begeisterungsfähigkeit in Bereichen wie Bewegung, Musik, Gestalten, Werken animieren wir Kinder mit unserem Vorbildverhalten. Wir schätzen Entschleunigung und leben Geduld, Achtsamkeit, Humor, Empathie und konstruktive Teamarbeit.

Orientierungs- und Erziehungsplan

Beobachtung und Dokumentationen über den Entwicklungsstand des Kindes sind notwendig, um unsere pädagogischen Grundlagen stetig zu reflektieren und geplanten Elterngesprächen eine Struktur zu geben. Zudem sind sie wertvoll, um zusammen mit Eltern und dem Elternbeirat den Orientierungsplan kontinuierlich zu reflektieren und im Sinne der Kinder- und Elternbedarfe zu verändern.

Reflektion ist uns wichtig

Regelmäßig fragen wir: Haben wir durch unsere Planungen Ziele erreichen können? Haben die Kinder und Eltern von den Angeboten profitieren können? Wo gibt es noch Ressourcen? Welche Auswirkung hat unser Handeln? Waren die Impulse auf das Kind oder die Gruppe abgestimmt? Welche Vorstellungen, Themen, Interessen beschäftigen die Kinder derzeit? Ergibt sich die Lern- und Bildungssituation aus dem Alltagszusammenhang? Welchen Herausforderungen können sich die Kinder stellen?

Tiergestützte Pädagogik im Waldkindergarten

„Der Wunsch, ein Tier zu halten, entspringt einem uraltem Grundmotiv – nämlich der Sehnsucht des Kulturmenschen nach dem verlorenen Paradies.“

Konrad Lorenz, Zoologe

Pädagogische Leitgedanken

In der Welt von Kindern nehmen Tiere einen besonderen Platz ein – sie fühlen sich unmittelbar mit ihnen verbunden. Diese Verbundenheit mit der Natur und die Nähe zu Tieren ist für Menschen ein Grundbedürfnis. Tiergestützte Pädagogik nutzt diese positive und einmalige Wirkung von Tieren auf Kinder. Durch den gezielten Einsatz eines Tieres wird Kindern in einmaliger und in direkter Weise die Möglichkeit eröffnet Kompetenzen in unterschiedlichen Entwicklungsbereichen zu entwickeln und zu stärken.

Was wir mit dem Hund erreichen möchten

  • Im Umgang mit dem Tier üben die Kinder sich in ihrem körpersprachlichen Ausdruck.
  • Beim Führen an der Leine werden die Konzentrationsfähigkeit und Körperhaltung geschult
  • Im gemeinsamen Spiel, beim Apportieren und Herumtoben, bei Spaziergängen und in angeleiteten Bewegungsspielen mit dem Hund lernen die Kinder ihre Körpersprache zu kontrollieren und bewusst einzusetzen.
  • Weniger bewegungsfreudige Kinder werden ebenso angesprochen und durch den Hund motiviert
  • Der ruhige körperliche Kontakt zum Hund trägt zur Entspannung der Kinder bei.
    Das Streicheln und der Anblick des ruhenden Tieres vermindern Stress und Erregungszustände messbar.
  • Menschen lachen mehr im Beisein von Tieren
  • Die Anwesenheit friedlicher Tiere induziert Sicherheit und Geborgenheit
  • Die Anwesenheit eines Tieres kann zur Wohlfühlatmosphäre beitragen und negative Verhaltensweisen zugunsten positiver Wahrnehmung von Situationen abnehmen.
  • Der aktive Kontakt zum Hund fördert die Entwicklung sensomotorisch-perzeptiver Fähigkeiten.
  • Die Kinder werden im Bereich der Bindungsfähigkeit gestärkt